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CDL fordert: Keine EU-Gelder mehr für embryonale Stammzellforschung
EU muss EuGH-Urteil gegen Patentierung menschlicher embryonaler
Stammzellen befolgen - Bundesregierung muss aktiv werden
Zur bevorstehenden Entscheidung der EU-Kommission zur
Forschungsförderung in der Finanzperiode 2014-2020 erklärt
Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das
Leben (CDL):
"Die EU darf in der kommenden Förderperiode keine EU-Gelder mehr
für die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen zur
Verfügung stellen.
Erst vor wenigen Wochen hat der Europäische Gerichtshof
unmissverständlich entschieden, dass menschliche Embryonen
Menschenwürde geniessen und deswegen Verfahren nicht patentierbar
sind, wenn sie die die "vorhergehende Zerstörung menschlicher
Embryonen oder deren Verwendung als Ausgangsmaterial" erfordern.
Wir fordern die EU-Kommission und das Europäische Parlament daher
auf, überhaupt keine EU-Gelder mehr für Forschung an menschlichen
embryonalen Stammzellen zur Verfügung zu stellen. Bisher wurden von
der EU auch Forschungsvorhaben gefördert, für die menschliche
Embryonen getötet wurden. Damit muss nach dem EuGH-Urteil nun
endgültig Schluss sein.
Die CDL unterstützt den gerade entsprechend erfolgten
interfraktionellen Vorstoss der EU-Abgeordneten Liese, Mikolasik
und Häfner.
Es erscheint ausserdem unsinnig, Steuergelder für eine Forschung
auszugeben, die bisher - im Gegensatz zur Forschung an adulten
Stammzellen - keine Erfolge erzielt hat. Gerade erst hat
beispielsweise das bekannte US-Biotech-Unternehmen Geron seinen
generellen Ausstieg aus dieser Forschung bekannt gegeben.
Als CDL erwarten wir deshalb auch von der Bundesregierung,
insbesondere von Bundesforschungsministerin Annette Schavan, ein
engagiertes Eintreten für das Ende der EU-Finanzierung von
Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen und eine
stärkere nationale und EU-weite Förderung der ethisch
unbedenklichen Forschung mit adulten Stammzellen. Die Würde des
Menschen muss immer bereits am Beginn seiner Existenz geachtet
werden, sonst wird sie beliebig und verhandelbar."
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