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Christdemokraten für das Leben begrüßen klares Votum des Ärztetages gegen Zulassung ärztlicher Suizidbeihilfe
Christdemokraten für das Leben (CDL) begrüßen klares Votum des
Ärztetages in Kiel gegen die Zulassung einer ärztliche
Suizidbeihilfe, erklärt die Bundesvorsitzende Mechthild Löhr:
"Mit deutlicher Mehrheit hat der Ärztetag in Kiel für ein Verbot
der Beihilfe zum Suizid gestimmt. In der Berufsordnung - dem
verbindlichen Standesrecht der Ärzte – heißt es künftig: "Ärztinnen
und Ärzte haben Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter
Achtung ihres Willens beizustehen. Es ist ihnen verboten, Patienten
auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur
Selbsttötung leisten." Mit dieser klaren Formulierung, die über das
deutsche Strafrecht, welches die Suizidbeihilfe straffrei stellt,
hinausgeht, hat der Ärztetag auch die Irritationen beseitigt, die
der scheidende BÄK-Präsident Prof. Hoppe in den vergangenen Monaten
durch seine Andeutungen einer Liberalisierung der ärztlichen
Sterbehilfe hervorgerufen hatte. Es ist vor allem den
Landesärztekammern aus Hessen und Westfalen-Lippe zu danken, dass
sie sich für ein solch klares Verbot ausgesprochen haben. Jetzt ist
klargestellt, dass sich kein Arzt sich an der Tötung von Menschen
beteiligen darf, auch dann nicht, wenn er den Kittel ablegt und als
Privatperson auftritt.
Ärzte haben den verbindlichen Auftrag, Sterbenden zu helfen, und
nicht, ihnen eine "Todesspritze" zu setzten. Sie sollen weiterhin
Sterbebegleitung geben, etwa durch die Ausweitung der
Palliativmedizin, die aus diesem Grunde auch eine breiten Raum auf
dem Ärztetag eingenommen hat. Nachdem sich die Ärzte in Deutschland
dankenswerterweise hier sehr eindeutig für den Lebensschutz
positioniert haben, ist nun die Politik gefordert. Zum einen muss
sie die Palliativmedizin und die Hospizbetreuung weiter fördern und
ausbauen, zum anderen muss jetzt jede Form von Sterbebeihilfe in
Deutschland unmissverständlich unterbunden werden. Eine humane
Gesellschaft darf den Selbsttötungswunsch des Einzeln nur als dass
verstehen, was er tatsächlich ist: als Ausdruck der Hilflosigkeit,
seine eigenen unerträglich erscheinenden Lebensumstände zu ändern.
Eine menschliche Gesellschaft muss helfen, diese Umstände zu
verbessern und darf nicht statt dessen die Selbsttötung
erleichtern."
Unter dem Titel: "Mitwirkung am Suizid und 'Autonomie' am Lebensende" legen die Christdemokraten für das Leben (CDL) jetzt ein aktuelles
Positionspapier vor, in dem sie ein gesetzliches Verbot jeder
Beihilfe zur Selbsttötung fordert und dies aus ethisch und
rechtlich begründet. Das Positionspapier kann in gedruckter Form
auch bei der Geschäftstelle der CDL angefordert werden.
Münster, den 3.6.2011
Positionspapier der CDL zur ärztlichen Suizidbeihilfe
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