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Pressemitteilungen
Solidarität mit den Müttern
Anläßlich des diesjährigen Muttertages, der am kommenden Sonntag
gefeiert wird, erklärt Dr. Friederike Hoffmann, Vorsitzende des
Arbeitskreises Familie des Bundesvorstands der Christdemokraten für
das Leben (CDL):
Der bevorstehende Muttertag gibt erneut Anlaß, über den Stellenwert
dieses Tages nachzudenken. Kommt ihm in unserer Gesellschaft
wirklich noch eine Bedeutung zu, die über das Kommerzielle
hinausgeht? Diese Frage stellt sich insbesondere mit Blick auf den
Weltfrauentag, der, feministisch besetzt, den Wert der Arbeit von
Frauen allein am Maßstab der berufliche Gleichstellung bestimmt.
Wir brauchen jedoch eine moderne Frauenpolitik, die die Tatsache
mit einbezieht, daß viele Frauen mit Überzeugung und Begeisterung
Mütter sind und dies bewußt sein wollen. Mutterschaft darf deshalb
nicht länger im Gegensatz zu weiblicher Selbstverwirklichung und
als deren Einschränkung gesehen werden, sondern als zentraler
Aspekt ihrer Verwirklichung. Die Leistung von Frauen in der
Familie, insbesondere die Erziehungsleistung, ist als eine
geldwerte und gesellschaftlich wertvolle, der Erwerbsarbeit
insoweit gleichrangige Leistung anzuerkennen.
Überholt ist inzwischen eine Sichtweise, die die Eigenständigkeit
einer Frau allein anhand der Frage der Berufs- und Erwerbstätigkeit
beurteilen will. Was berechtigt zu der Annahme, eine Entscheidung
für Kinder könne nicht auch eine bewußte Lebensentscheidung sein,
das Ergebnis gesetzter Prioritäten aufgrund einer Gewichtung, die
natürlich immer auch persönlich ist? Angesichts der Wirklichkeit
des Lebens erscheint eine einseitige Wertschätzung des beruflichen
Erfolges realitätsfremd. Eine Gesellschaft, die vom Pluralismus der
Lebensentwürfe geprägt ist, sogar den Pluralismus als einen der
wichtigsten Werte verteidigt, muß es akzeptieren und respektieren,
wenn Frauen auch in dieser Frage ihrer persönlichen Überzeugung
folgen. Ein Feminismus, der die Mutterschaft bewußt ausklammert,
verhindert Leistungsgerechtigkeit gegenüber Frauen, die Mütter
sind, und erweist sich somit letztlich als frauenfeindlich.
Der Muttertag ist alljährlich eine wichtige Gelegenheit, die für
unsere Gesellschaft unverzichtbare Leistung von Müttern bewußt und
dankbar anzuerkennen, wenn dies schon leider materiell
weitestgehend von Politik und Gesellschaft unterbleibt. Die
drastisch gesunkene Anerkennung der Erziehungsleistung vor allem
der Mütter dürfte eine entscheidende Rolle dafür spielen, daß immer
weniger junge Frauen sich für ein Leben mit Kindern entscheiden.
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