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Was für Mütter in Europa wichtig ist - Mouvement Mondial des Meres
Brüssel 3. Mai 2011 - Die Europäische Delegation des Mouvement
Mondial des Mères (MMM Europe), eine in Brüssel basierte NRO,
präsentiert die Ergebnisse ihrer „Untersuchungen über Mütter in
Europa 2011“.
Auf Basis der Antworten von mehr als 11.000 Müttern aus 16
verschiedenen europäischen Ländern beschreibt die Untersuchung die
Prioritäten und Schwierigkeiten der Mütter und ihre Empfehlungen an
den politischen Entscheidungsträgern bezüglich des Wohlergehens
Ihrer Familien und Ihrer Selbst.
Die Zusammenfassung dieser breit gefächerten Untersuchung zeigt
uns, was den europäischen Müttern wichtig ist. Hier einige
ausschlaggebende Punkte:
1. Mutter werden ist mit einem starken Prioritätswechsel verbunden,
deswegen möchten die Mütter in ihrem Namen- nämlich als Mütter –
auftreten.
2. Es gibt eine beeindruckende Kohäsion zwischen den Meinungen der
europäischen Mütter, von London bis Budapest, von Stockholm bis
Madrid!
3. Die Gegenüberstellung „ Mutter und Hausfrau“ und „ erwerbstätige
Mutter“ scheint überholt. Die Frau möchte GLEICHZEITIG erwerbstätig
sein und über genug Zeit für ihre Kinder verfügen.
1. In ihrem eigenen Namen auftreten
Obwohl sie in Europa 76 % der Frauen über 18 Jahre vertreten, sind
Mütter äußerst selten bei ihren Regierungen als eigenständige
Ansprechpartnerinnen mit einer spezifischen Funktion und Identität
anerkannt. Noch seltener haben sie die Möglichkeit sich über ihre
Prioritäten bezüglich wichtiger politischer Themen mit
unmittelbarer Wirkung auf sie und ihrer Familien auszusprechen.
Die Untersuchung des MMM Europe hat es den europäischen Müttern
ermöglicht, ihre Stimme zu erheben. Tausende haben geantwortet und
ihre Stimmen hallen durch den gesamten Bericht. Die Fülle ihrer
Botschaften fordert uns zu Überlegungen auf und dies auf ganz
Europa bezogen. MMM Europe bittet die europäischen Politiker mit
den Müttern eine Gesprächsachse zu eröffnen, und bittet die
Regierungen, die Meinungen der Mütter zu berücksichtigen, indem sie
eine familienfreundlichere Gesellschaftspolitik schaffen.
2. Kohäsion der Standpunkte: Drei Hauptthemen zeichnen sich ab:
Die Zeit: die Mütter, die an dieser Umfrage teilgenommen haben,
erwarten von ihrer Regierung Vorkehrungen die ihnen dabei helfen
könnten, das Gleichgewicht zwischen Familie und Arbeit zu
verbessern.
Indem sie die Zeit, die Mütter mit ihren Kindern verbringen (vor
allem mit Kleinkindern), bevorzugt behandeln.
Indem sie Lösungen vorschlägt, um eine größere Zeitflexibilität
der Kindertagesstätten sowie der Betriebskindertagesstätten zu
gewährleisten.
Indem sie den Müttern eine größere Flexibilität ihrer
Arbeitszeiten gewährleistet; diese sollten mehr an den Schulstunden
und Ferienkalender der Kinder angepasst werden.
Indem die Regierung den Müttern mehr Möglichkeiten für
Teilzeitarbeit vorschlägt.
Indem die Regierung familienfreundliche Unternehmen bevorzugt.
Indem die Regierung den Mutterschaftsurlaub bzw.
Elternschaftsurlaub verlängert.
Die Wahlmöglichkeit: die befragten Mütter bitten um größere
öffentliche Anerkennung für Eltern die Vollzeit oder Teilzeit zu
Hause bleiben um sich um ihre Kinder zu kümmern. Sie wünschen sich
mehr Unterstützung und ökonomisch realisierbare Möglichkeiten,
einschließlich die Wahlmöglichkeit zwischen Kinderbetreuung in
Kindertagesstätten oder zu Hause.
Die Wertschätzung: die Mütter ersuchen um größere Anerkennung für
die Wichtigkeit der Kinderbetreuung durch die Familie, der Mutter –
und Vaterrolle. Sie erwarten größere Wertschätzung der Familien als
Hauptquelle für die Gesundheit unserer Gesellschaft und Quelle von
gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Nachricht der Mütter an die Gesetzesgeber:
Am Ende der Untersuchungen hatten die Mütter die Möglichkeit den
politischen Entscheidungsträgern eine Nachricht zu schicken, um
ihre Sorgen und Empfehlungen zu unterstreichen. Bezeichnenderweise
haben mehr als 72 % der Mütter – also mehr als 7.500 Mütter - diese
Möglichkeit wahrgenommen. Diese Nachrichten repräsentieren die
Standpunkte und Sorgen der Mütter in ganz Europa. Die Kohäsion in
diesen Nachrichten ist auffallend. Hier einige Beispiele:
„So zeigen die demographischen Kurven wie unsere Kinder unsere
Zukunft sind. Kinder zu bekommen erschreckt mich aber, als ob es
heutzutage eine Strafe wäre. Heute setze ich Kinder in die Welt,
die von anderen erzogen werden müssen. Der Mutterschaftsurlaub ist
viel zu kurz und die Plätze in den Kindertagesstätten oft unmöglich
zu finden. Die Arbeit -und Schulstunden stimmen nicht überein, und
was machen während der Ferien, wenn die Eltern arbeiten? Gebt den
Müttern einen vernünftigen Status, sodass die Frauen, die sich für
die Mutterschaft entscheiden, nicht auch der Erschöpfung, dem Streß
und der Armut ausgesetzt sind.“;„ Nicht bezahlte Familienarbeit im
Bruttosozialprodukt mit einbeziehen;“;
„ Erziehungsarbeit ist die bestmögliche Investition“;„Geben Sie den
Eltern eine wirklich gute finanzielle Hilfe, damit sie mehr Zeit
mit ihren Kindern verbringen können“;
„Menschliches Gleichgewicht ist der Schlüssel der zukünftigen
Generationen“;„Die Frauen sind in der Arbeit immer
gleichberechtigter, aber einmal zu Hause fängt ein neuer Tag an !“
„Die Familie= ökonomische Produktionseinheit in der
Gesellschaft“;„Die Familie ist das Anker der Gesellschaft,
beschützen Sie sie !“;„ Die Betreuung der Kinder zu delegieren
hilft, ist aber nur kurzfristig vorteilhaft“;„Erlauben Sie , dass
die Teilzeitarbeit für Frauen zu einem neuen Lebensmodus wird und
das ohne Bestrafung“;„Erlauben Sie den Selbständigen,
Mutterschaftsurlaub zu nehmen- bieten Sie ihnen eine angemessene
finanzielle Unterstützung.“
4. Versöhnung zwischen „berufstätige Mutter“ und „Hausfrau und
Mutter“
1. Der Wiederspruch zwischen „Hausfrau und Mutter „ und
„berufstätige Mutter „ scheint obsolet. Die Mehrzahl der Mütter
wünscht sich beides gleichzeitig: auf den Arbeitsmarkt aktiv zu
sein und Zeit für die Kinder zu haben, besonders für die
Vorschulkinder.
2. Die Präferenz der Mütter in ihrem Stundenplan richtet sich nach
dem Alter ihrer Kinder. (Schema B). Bei Vorschulkindern wünscht
sich die große Mehrzahl der Mütter, die Kinder selber zu Hause zu
betreuen. Bei Schulkindern (6 bis 8 Jahre), wünschen sich die
Mütter eine Teilzeitarbeit. Sind die Kinder über 18, wünschen sie
sich eine Vollzeitarbeit.
3. Die Zahl an Kindern in einer Familie spielt eine wichtige Rolle
im Stundenplan der Mütter. Die Grenze scheint 2 bis 3 Kinder zu
sein.
4. In ganz Europa sind die Prioritäten der Mütter bezüglich des
Wohls ihrer Familien gleich: sie heben die Wichtigkeit von gesunden
Beziehungen (keine Gewalt) hervor und die Notwendigkeit genug Zeit
für die Abdeckung der Familienbedürfnisse zu haben.
5. Die Mütter sprechen ihre Frustration aus in unserer Gesellschaft
nicht als eigenständige Gruppe – mit spezieller Verantwortung und
eigenen Bedürfnissen – wertgeschätzt zu werden.
6. Die Umfrage zeigt, dass die Mütter sich als wichtigen
Kohärenzfaktor in unserer Gesellschaft sehen.
Methodologie
Diese Untersuchung wurde im Rahmen einer Partnerschaft zwischen MMM
Europe und einem Projekt des 7. Rahmenprogramms der Europäischen
Kommission durchgeführt: die Family Platform
(www.familyplatform.org). Das MMM Europe hatte unter anderem als
Aufgabe, einen Bericht über „die Realität der Mütter in Europa „zu
erstellen, eine kritische Analyse von Nachforschungen und
Dokumenten über die Familien auf Grund der Sichtweise der Mütter.
Für weitere Informationen über die Resultate und die Methodologie
bitten wir Sie, die Broschüre „Das Wort europäischer Mütter“
nachzuschlagen sowie das detaillierte Dokument „facts and
figures:Survey of Mothers in Europe 2010“.
Kommentare
Florence von Erb, Präsidentin des MMM, erklärt: „ Treu ihrer
Mission, die Stimme der Mütter zu hören und weiter zu geben, ist
MMM stolz darauf, die von ihrem Team MMM Europe unter dem Titel
„Das Wort an europäische Mütter“ ausgeführte Studie zu
präsentieren. Es ist das erste Mal, dass eine solche Untersuchung
über die Sorgen, Schwierigkeiten und Bedürfnisse der Mütter, Säulen
unserer Gesellschaft, in unseren Ländern durchgeführt wird. Wir
hoffen, dass diese minutiöse Forscherarbeit unserer Freiwilligen
belohnt wird durch ein konkretes Hinhören und den Willen der
öffentlichen Ämter eine soziale Politik ins Leben zu rufen, die den
Begebenheiten der Mütter in Europa angepasster ist. Ich danke Anne
Claire de Liedekerke, Präsidentin des MMM Europe, und ihrem Team
für diese beeindruckende Erforschungsarbeit und ihrer unermüdlichen
Hingabe an die Causa unserer Mütter.“
Anne Claire de Liedekerke, Präsidentin der MMM Europe, fügt hinzu:
« Eine solche Untersuchung musste stattfinden. Die Aufdeckungen und
Statistiken geben den politischen
Entscheidungsträgern in Europa die Möglichkeit, diesen eine präzise
Antwort zu geben. Die Resultate dieser Untersuchung sind
bezeichnend für die ganze europäische Gesellschaft. Die gemeinsamen
Antworten in Bezug auf Herausforderungen und Prioritäten sind
frappierend. Diese stumme Mehrheit musste erhört werden. Ich bin
den Freiwilligen, die sich in dieser umfassenden Untersuchung
engagiert haben, sehr dankbar. Das heißt Tausende von
Arbeitsstunden, die in Erforschung, Consulting, Auswertung von
Antworten, Übersetzungen und Analysen investiert werden. Meine
Dankbarkeit richtet sich auch an diejenigen, die die Botschaften
der Mütter weiter bearbeiten werden. „
Jerôme Vignon, ehemaliger Direktor bei der europäischen Kommission,
beauftragt mit dem Schutz sozialer Integration: „ mit Disziplin
geführt, unter Mitarbeit von Spezialisten in der sozialen
Forschung, müsste die europäische Untersuchung an 11.000 Müttern
des MMM Europe, abgerundet durch eine Survey in Literatur, die
Aufmerksamkeit der verschiedenen europäischen Beteiligten , die
sich mit der Gleichberechtigung befassen, auf sich ziehen.“
Zur MMM
Das“ Mouvement Mondial des Mères“ (MMM) (die weltweite Bewegung der
Mütter), unter der aktuellen Präsidentschaft von Florence von Erb,
in New York ansässig, wurde 1947 gegründet. MMM macht die
Gesellschaft und die politischen Entscheidungsträger auf die
wesentliche Rolle der Mütter in der Förderung des Friedens und in
ihrem Beitrag zum ökonomischen, sozialen und kulturellen
Fortschritt in unserer Gesellschaft aufmerksam. MMM ist eine
internationale NRO, apolitisch und nicht konfessionell, die über
einen beratenden Status bei der UNO verfügt. Das Netzwerk des MMM
sammelt um sich Verbände in 40 Ländern und vertritt über 6
Millionen Mütter in der ganzen Welt. MMM verfügt über
Repräsentationsbüros in Brüssel, New York und Paris um die Stimme
der Mütter und ihrer Mitgliedsvereine auf allen Ebenen der
internationalen Institutionen Gehör zu verleihen. Das
Generalsekretariat des MMM befindet sich in Paris.
Die europäische Delegation des MMM (MMM Europe) hat die Aufgab ,
die Stimme der Mütter bei den politischen Entscheidungsträgern und
Institutionen Europas hören zu lassen.
Das MMM erkennt auch die Rolle des Vaters bei der Erziehung der
Kinder als wesentlich an und unterstützt jede Maßnahme die die
Väter ermutigen, an der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder
teilzuhaben.
Contact details: For more information (Brochure “What Matters to
Mothers in Europe”, full report “Facts & Figures: Survey of
Mothers in Europe”, and high resolution copyright free images),
please refer to the press section of: www.mmmeurope.org
Or contact: Catherine Couplan PR MMM Europe :
catherine@mmmeurope.org - Mobile : +32 496 59 81 60
www.mmmeurope.org
http://www.mmmeurope.org/sites/mmmeurope.org/files/documents/MMM%20Facts%20and%20Figures.pdf
Diese Broschüre wurde an an 7000 europäische Parlamentarier sowie
an 250 verschiedene Organisationen versendet.
Die MMM fordert uns auf, unser Anliegen mit Kommunalpolitikern und
Pressekontakten zu teilen. Jede Stimme zählt um unsere Gesellschaft
diesbezüglich zum Besseren zu führen!
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