Auch am Ende ist das Leben ...
... wertvoll und schützenswert
Das Aufbrechen gewohnter familiärer Strukturen führt in unserer
esellschaft dazu, dass die Menschen zunehmend nicht mehr im Kreise
ihrer Familie sondern entweder einsam zu Hause oder anonym in
Krankenhäuser versterben. Dies und die Angst vor einem qualvollen
Sterben bringt Menschen dazu, zumindest den Zeitpunkt ihres Todes
durch eine Selbsttötung bestimmen zu wollen. Dieser falsche Weg
wird von Bemühungen unterstützt, die diese Verzweifelungstat in
eine freie und selbstbestimmte Handlung des Individuums umdeuten
wollen, welche sogar noch von der Gesellschaft mit allen Mitteln
unterstützt werden sollte.
Eine humane Gesellschaft darf hingegen den Selbsttötungswunsch des
Einzeln nur als das verstehen, was er tatsächlich ist, der Ausdruck
der Hilflosigkeit, seine eigenen unerträglich erscheinenden
Lebensumstände zu ändern. Eine menschliche Gesellschaft muss
helfen, diese Umstände zu verbessern und darf nicht statt dessen
die Selbsttötung erleichtern. Die richtigen Alternativen sind daher
der weitere Ausbau der Palliativmedizin und der Hospize, um den
Menschen so die Angst vor einem einsamen und schmerzvollen Sterben
zu nehmen.
Nachdem die Ärzte die Beihilfe zur Selbsttötung in ihrem
Standesrecht bereits für sich ausge-schlossen haben, muss nun ein
gesetzlich abgesichertes Verbot von jeder Form der Sterbebeihilfe
in Deutschland erlassen werden und flankierend ein verstärkter
Ausbau von Palliativmedizin und Hospizbetreuung erfolgen.
Hier finden Sie ein Positionspapier der CDL zum Thema "Mitwirkung
am Suizid und "Autonomie" am Lebensende. Ethische und rechtliche
Grenzen.
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