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Am Sonntag, den 15. Mai beging die Internationale Staatengemeinde den Welttag der Familie

Nahezu unbemerkt ist er vorbeigegangen - der Welttag der Familie. Der Jahrestag 2011 war dem Thema Familienarmut und soziale Ausgrenzung der Familie" gewidmet:

http://social.un.org/index/Family/InternationalObservances/InternationalDayofFamilies/2011.aspx

Der Familien-Welttag ist ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen und wurde im Jahre 1993 durch die Entschließung RES/47/237 eingeführt. Die deutsche Übersetzung der Entschließung finden Sie hier: http://www.unric.org/html/german/resolutions/A_RES_47_237.pdf In den Begründungserwägungen heißt es:

(Die Vollversammlung) ist sich gleichzeitig dessen bewusst, dass an der Familie, an der Basis der Gesellschaft, die Stärken und Schwächen der sozial- und entwicklungspolitischen Maßnahmen am deutlichsten zutage treten und dass sie infolgedessen einen einzigartigen Ansatzpunkt für eine umfassende und alle Aspekte einbeziehende Auseinandersetzung mit sozialen Fragen bietet;

(Die Vollversammlung), in der Erkenntnis, dass die Familie als soziale Grundeinheit auf allen Ebenen der Gesellschaft ein wichtiger Träger der bestandfähigen Entwicklung ist und dass ihr Beitrag zu diesem Prozess für dessen Erfolg entscheidend ist ;

Artikel 16 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen definiert die Begriffe "Ehe" und "Familie" (die Familie baut auf der Ehe als Bündnis zwischen einem Mann und einer Frau auf):

1. Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.

2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Auch die Ersten Sondierungsstellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses konzentriert sich auf die Familie. (EWSA), der sich dezidiert mit der Förderung der Familie im Rahmen der nationalen Politikgestaltung ausspricht. Die politisch gesteuerte Konzentration auf sektorielle Betrachtungsweisen (Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arbeitsloser, Freiberufler, Student usw.) vernachlässigt eine Dimension, die eigentlich unübersehbar ist: die Familie. Der EWSA macht diesen Aspekt bereits mit seiner ersten Sondierungsstellungnahme deutlich, die von Herrn Stéphane Buffetaut im Auftrag der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu dem Thema „Die Familie und die demographische Entwicklung“ angefertigt wurde. Buffetaut zögert nicht, die Kommission zu einer entschiedeneren Politik zugunsten der Mütter und Väter sowie der Großeltern aufzufordern, die an der familiären Verantwortung voll beteiligt sind. Der EWSA unterstreicht ferner: „Auch und stärker berücksichtigt werden muss die strukturelle Dimension der Rolle, welche die Familie für die Herstellung und Reproduktion des sozialen und Beziehungskapitals spielt, das in zunehmendem Maße als für das Wohlergehen der einzelnen Bürger und der Gesellschaft insgesamt ausschlaggebend gilt. Die Zeit, die Kindern und der Familie gewidmet wird, ist sicherlich Zeit, die der beruflichen Karriere abgeht, aber sie ist auch eine Investition in die Betreuung oder die Ausbildung von Personen und somit anzuerkennen und stärker zu honorieren: so sollte über die Möglichkeit nachgedacht werden, die bereits bestehenden Maßnahmen (Geldleistungen, Steuervergünstigungen, Elternurlaub u.a.) zu flankieren mit irgendeiner Art der Anrechnung der für die Betreuung hilfsbedürftiger Familienmitglieder aufgewandten Zeit auf die Rente; auf diese Weise wird vermieden, dass die Solidarität zwischen den Generationen eine späte Schuld verursacht (in Form unangemessener Renten und folglich eines höheren Armutsrisikos), die vor allem auf den Frauen lastet. So muss auch der Aspekt der unentgeltlichen Aufwendung von Zeit berücksichtigt werden, die schwer verrechenbar und somit häufig unsichtbar ist, die aber maßgeblichen Einfluss auf die Qualität des Lebens in der Gesellschaft hat, die von den meisten Menschen in zunehmendem Maße angestrebt und geschätzt wird. Vor diesem Hintergrund erweist sich eine andere, d. h. ausdrückliche und positive, soziale Wertschätzung dieser strukturellen und grundlegenden Dimension der Menschen und ursprünglichen und generativen Form der sozialen Bindung als notwendig, welche die optimale Entwicklung und Anpassung all der anderen Rahmenbedingungen und Dienstleistungen begleiten sollte, sodass es den Menschen ermöglicht wird, ihre Lebenspläne für eine eigene Familiengründung zu verwirklichen, so viele Kinder zu haben, wie sie möchten und sich ihrer Angehörigen unbeschwert anzunehmen.“

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