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Kein Grund zum Jubeln – mehr Geburten in 2010 sind tatsächlich nur die Folge des geburtenstarken Jahrgangs 1980
CDL (17.6.2011).
Im Jahr 2010 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen
678.000 Kinder lebend geboren worden, so das Statistische Bundesamt
(Destatis). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von
13.000 Kindern oder 1,9%. Destatis weist darauf hin, dass 2009 das
Jahr mit der bisher niedrigsten Anzahl Geborener war.
Eine Bewertung aus Sicht der Lebensschützer: Aus der Sicht der
Politik dürfen diese Zahlen des Statistischen Bundesamtes kein
Grund zum Frohlocken sein. Denn sie spiegeln nicht das Ergebnis
einer erfolgreichen Familienpolitik wieder, sondern stehen in
direktem Zusammenhang mit der Zahl der Geburten vor 30 Jahren. Denn
bei einem Erstgeburtenalter von mittlerweile 30,2 Jahren sind 2010
viele Frauen des Geburtenjahrgangs 1980 das erste Mal Mutter
geworden. Dieser Jahrgang war aber ein besonders geburtenstarker
Jahrgang – 1980 wurden 6% mehr Kinder geboren als 1979. Wer sich
als Politiker mit 1,9% mehr Kindern „schmückt“, hat die
demographische Statistik noch nicht verstanden. Denn 2010 wurden
anders als von 1979 auf 1980 nicht 6% mehr Kinder geboren, sondern
gerade einmal magere 1,9%. Dieser Anstieg ist de facto also ein
weiterer Rückgang. Immer mehr Frauen und Männer entscheiden sich
gegen Kinder. In einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes
aus dem Jahr 2005 gaben bereits 25% der Männer an, gar keine Kinder
haben zu wollen. Daran gilt es etwas zu ändern.
Der aktuelle Anstieg ist also kein Grund zum Jubeln, sondern
ein Anlass zur Sorge.
Zu den Orginalstatistiken von Destatis
Auf unserer Webseite haben wir hier für Sie die relevanten Statistiken des Statistischen Bundesamtes zusammengestellt.
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