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Pressemitteilungen
Stellvertretender CDL-Bundesvorsitzender Hubert Hüppe in CDU-Bundesvorstand gewählt
CDL-Pressemitteilung: Münster, 17.11.2010
Zur PID-Debatte auf dem CDU-Bundesparteitag und zur Wahl von Hubert
Hüppe, stellv. Bundesvorsitzender der CDL, in den
CDU-Bundesvorstand erklärt die Vorsitzende der Christdemokraten für
das Leben (CDL), Mechthild Löhr:
"Als Christdemokraten für das Leben (CDL) gratulieren wir Hubert
Hüppe, der seit vielen Jahren auch stellvertretender
Bundesvorsitzender der CDL ist, ganz besonders herzlich zu seiner
erstmaligen Wahl in den Bundesvorstand der CDU. Wir wünschen ihm
alles Gute und viel Erfolg in dieser Aufgabe. Seine Wahl ist ein
gutes Signal für die Menschen mit Behinderungen und für den
Lebensschutz in unserem Land. Hubert Hüppe wird seine Erfahrungen
als Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter
Menschen und als langjähriger Bundestagsabgeordneter in die
Beratungen des CDU-Bundesvorstandes einbringen.
Wie notwendig eine fundierte inhaltliche Auseinandersetzung in den
Grundsatzfragen ist, hat die Parteitagsdebatte um die
Präimplantationsdiagnostik (PID) gezeigt. Die CDL begrüßt, daß die
CDU eine so ernsthafte Debatte intensiv und auf hohem Niveau
geführt hat.
Es ist ein wichtiges Signal, daß eine knappe Mehrheit der
CDU-Delegierten für das Verbot der PID gestimmt hat. Wir sind
zuversichtlich, daß auch unter den Bundestagsabgeordneten eine
parteiübergreifende Mehrheit für ein PID-Verbot gewonnen werden
kann.
Gemeinsam mit Vertretern von Behindertenverbänden und Kirchen
warnen wir vor einer bleibenden Zulassung der PID in Deutschland.
Seit Juli 2010 ist sie nun durch BGH-Urteil bereits unkontrolliert
möglich. Ist sie einmal in den Reproduktionskliniken weiter
etabliert, gibt es kein Halten mehr. Eine anfangs noch begrenzte
PID-Zulassung wird - das zeigen Beispiele aus allen anderen Ländern
- immer mehr ausgedehnt und schafft so Fakten in unserer
Gesellschaft. Am Ende wird es für potentiell erblich "belastete"
Paare quasi zur Pflicht werden, sich nur unter Nutzung der PID
künstlich fortzupflanzen. Immer mehr Frauen fühlen sich so in einen
"Qualitätskontrollprozeß" eingeschlossen und spüren den stark
wachsenden gesellschaftlichen Druck, nur noch ein gesundes Kind zur
Welt bringen zu dürfen. Dies und die damit einhergehende genetische
Diskriminierung von Behinderten und Merkmalsträgern lehnen wir
schärfstens ab.
Wir rufen die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, die PID in
Deutschland gesetzlich eindeutig zu verbieten."
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