| Schavan: Forschungsinteressen
über Embryonenschutz |
| 19.10.07 Forschungsministerin Schavan stellt Forschungsinteressen über Embryonenschutz Münster, 19.10.2007 - "Nun hat Forschungsministerin Schavan leider alle Zweifel an ihren Prinzipien im Embryonenschutz beseitigt", so kommentiert die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, die Äußerungen von Ministerin Schavan in einem heutigen Interview in der WELT, in dem sich die Ministerin für die Aufhebung des bisherigen Stichtages vom 1. Januar 2002 ausspricht. Sie fordert darin im Interesse einiger weniger Forscher, wie zum Beispiel Professor Schöler, der gerade erst eine neue Einfuhrgenehmigung erhalten hat, den Import von humanen embryonalen Stammzellen auszuweiten und setzt sich deshalb für die Verschiebung des Stichtags ein. Mit ihrem persönlichen Positionswechsel zugunsten der Ausweitung der verbrauchenden Embryonenforschung stellt sie sich unter anderem in Gegensatz zu ihrem Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder. Dieser hatte am 18. Januar 2007 in einem Interview sein "Nein" zur Stichtagsverschiebung erklärt: "Nein. Wir haben ein klares Gesetz, das einen festen Stichtag für den Import von Stammzellen vorsieht. Das reicht. Der Stichtag darf nicht zu einer Variablen verkommen, die man beliebig ändern darf." Nun bleibe, so Löhr, zu hoffen, daß die CDU, die Anfang Dezember ein neues Parteiprogramm mit dem Titel "Grundsätze für Deutschland" zu verabschieden beabsichtigt, zumindest bei dieser elementarsten Frage des Embryonenschutzes einen mehrheitlich gestützten Unterscheidungskurs beibehalte und Forschungsinteressen auf Basis verbrauchender Humanforschung nicht weiter Tür und Tor öffne. Viele Mitglieder, Wählerinnen und Wähler der Union seien schon jetzt irritiert, wie schnell christdemokratisches "Tafelsilber" in der großen Koalition in zentralen Grundsatzthemen eingeschmolzen werde. "Auch deshalb ist die CDU sicher gut beraten, sich nicht aktiv für die verbrauchende Stammzellforschung sowie für eine Ausweitung des weltweiten Embryonenhandels und der dazu erforderlichen Embryonentötung einzusetzen", so Löhr. Dies ist ein Gebot der Verteidigung der Menschenwürde und der Humanität, die auch das frühe menschliche Leben als solches prinzipiell wertschätzt und achtet, und kein Postulat der Forschungsfeindlichkeit. Im Gegenteil gebühre der adulten, ethisch unproblematischen Stammzellforschung jede nur mögliche Unterstützung. Die Forschung an adulten Stammzellen bringt fast jede Woche neue und durch klinische Studien belegte Therapien. Deutschland gehört hierbei zu den international führenden Nationen. CDL ist eine Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU und Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). |