| Ideologisch
gefärbtes Konzept "reproduktiver
Gesundehite"
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| 23.09.05 Heiliger Stuhl kritisiert ideologisch gefärbtes Konzept der "reproduktiven Gesundheit" Kardinal-Staatssekretär Sodano schlägt alternativen Begriff vor NEW YORK, 21. September 2005 (ZENIT.org).- Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano verlangt von den Vereinten Nationen die Klärung des Begriffs "reproduktive Gesundheit". Anlässlich des UN-Weltgipfels der Staats- und Regierungschefs in New York schlug Kardinal Sodano am Freitag vor, den unklaren Begriff "reproduktive Gesundheit" durch den Begriff "Gesundheit von Frauen und Kindern" zu ersetzen. In seiner Rede am Zentralsitz der internationalen Staatengemeinschaft forderte er die Regierungsvertreter auf, ihren Versprechungen hinsichtlich der weltweiten Armutsbekämpfung tatsächlich nachzukommen. Außerdem stellte er fest, dass man "einer Welt, die mit Pandemien ringen muss, während neue auszubrechen drohen, sowie den Millionen von Menschen, die keinerlei Zugang zur grundlegenden Gesundheitsvorsorge, zu Arzneien und Trinkwasser haben, keine mehrdeutige, reduzierte und sogar ideologisch gefärbte Sicht von Gesundheit bieten" könne. "Wäre es beispielsweise nicht viel besser, in aller Deutlichkeit von der 'Gesundheit von Frauen und Kindern' zu sprechen anstatt sich des Begriffs 'reproduktive Gesundheit' zu bedienen? Oder könnte es den Wunsch geben, zur Sprache eines 'Rechts auf Abtreibung' zurückzukehren?" Im Vorfeld des UN-Gipfels hatte der Heilige Stuhl die argentinischen Bischöfe dazu aufgefordert, einer Gruppierung namens "Katholiken für Wahlfreiheit" jegliche Unterstützung zu entziehen. Die genannte Organisation, die für ein vermeintliches Recht auf Abtreibung eintritt, hatte eine Unterschriftenaktion gestartet, um die Verbreitung des Konzepts der "reproduktiven Gesundheit" zu fördern. "Wie sie bemerken können, ist der Begriff 'reproduktive Gesundheit' sehr verschwommen", sagte Kardinal Sodano vor der UN-Vollversammlung. "Er wurde bei den UN-Konferenzen in Peking und Kairo mit dem Ziel eingesetzt, Abtreibung als ein zulässiges Instrument der Familienplanung einzuführen." Da sich dieser Begriff in der Abschlusserklärung des Millennium+5-Gipfels ausschließlich auf jene Bedeutung beziehe, "die man ihm in den Dokumenten von Kairo und Peking gegeben hat, ist er für den Heiligen Stuhl unannehmbar". Nach der Definition des Aktionsprogramms der UN-Weltbevölkerungskonferenz von Kairo 1994 bedeutet "reproduktive Gesundheit", dass "Menschen ein befriedigendes und ungefährliches Sexualleben haben können und dass sie die Fähigkeit zur Fortpflanzung und die freie Entscheidung darüber haben, ob, wann und wie oft sie hiervon Gebrauch machen wollen". ZG05092102 |