| UN-Entscheidung
gegen Klonen ist ein Erfolg
|
| 21.02.05
Pressemitteilung - Hubert
Hüppe MdB
(NGO for Ethical
Biomedical Research - PRESS RELEASE - FEBRUARY 18, 2005
Erzbischof Celestino Migliore,
ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen
zur
Sitzungsprotokoll
Pressemitteilung - Hubert Hüppe MdB Berlin, 21. Februar 2005 UN-Entscheidung gegen Klonen ist ein Erfolg Preisverleihung an Klonforscher Wilmut wäre Brüskierung des Parlaments Zum Beschluss des UN-Rechtsausschusses, jedes Klonen zu ächten, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin": Es ist ausserordentlich begrüssenswert, dass sich der UN-Rechtsausschuss mit Zweidrittelmehrheit für eine Deklaration entschieden hat, die jedes Klonen menschlicher Embryonen als Menschenwürdeverstoß ächtet. Die internationale Gemeinschaft spricht sich damit nicht nur gegen das Klonen zu Fortpflanzungszwecken aus, sondern verurteilt auch das Klonen zu Forschungszwecken. Erfreulicherweise hat die Bundesregierung dem Text zugestimmt. Sie hat damit endlich in Übereinstimmung mit der deutschen Rechtslage und der Beschlusslage von Bundestag und Bundesrat gehandelt und ihr früheres unglückliches Taktieren aufgegeben. Vor dem Hintergrund dieses klaren Anti-Klon-Votums der UN ist es völlig unakzeptabel, wenn die Bundesregierung an der für 14. März geplanten Verleihung des mit 42.500 € aus deutschen Steuergeldern finanzierten Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstädter-Preises 2005 an Ian Wilmut festhält. Wilmut hat nicht nur das Schaf „Dolly" geklont, sondern erst vor zwei Wochen seine seit langem beantragte Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen für Forschungszwecke erhalten. Dies ist in Deutschland eine Straftat und verstößt gemäß dem UN-Beschluss gegen die Menschenwürde. Niemand würde diese Preisverleihung so verstehen, als würden nur Wilmuts Verdienste um das Klonen von Tieren gewürdigt. Auf meine schriftliche Frage
hat die Bundesregierung geantwortet, der Preis werde Wilmut „durch einen
Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung
überreicht". Hiervon muss die Bundesregierung Abstand nehmen, will
sie eine Brüskierung des Parlaments vermeiden und für die Ablehnung
jedes Klonens Glaubwürdigkeit beanspruchen.
NGO for Ethical Biomedical Research PRESS RELEASE FEBRUARY 18, 2005 UN PASSES DECLARATION TO BAN ALL FORMS OF HUMAN CLONING UNITED NATIONS. The United Nations has called on Member States to adopt urgent legislation outlawing all cloning practices "as they are incompatible with human dignity and the protection of human life." The declaration, introduced by Honduras, also calls on countries to "prevent the exploitation of women." Cloning requires harvesting eggs from women. The decision ends three years of deadlock caused by countries seeking approval for cloning research. The United Kingdom, Belgium and Singapore led the opposition for a total ban, insisting that a ban only apply to letting a cloned human live while allowing cloned embryos to be used for research which would kill them. The declaration represents the international community uniting in condemning all human cloning as exploitative and unethical. At the insistence of delegates from developing countries who feared their women being turned into "egg farms," the declaration calls on Member States to introduce measures to prevent the exploitation of women. Delegates expressed concern that poor women would be targeted to extract the vast numbers of eggs that would be needed, inevitably inflicting painful, dangerous and invasive procedures on vulnerable women. Included is a proposal calling for wealthier nations to direct attention and funding to pressing medical issues such as HIV/AIDS, tuberculosis and malaria. It also condemns all applications of any genetic engineering techniques which threaten human dignity. This declaration represents a significant step forward in advancing respect for human life. Previously, some countries have blocked moves to ban all cloning with claims that stem cells from cloned embryos will treat various maladies (so-called "therapeutic cloning"). Yet not a single person has ever been helped by these stem cells, while ethical adult stem cells are providing miraculous treatments for numerous conditions, including spinal cord injuries, Parkinson's Disease, cancer, heart failure and blindness – doing what cloning supporters can only promise. The declaration has the same immediate effect as if the committee endorsed a convention in that it sets an international standard. It sends a clear signal to countries that encourage the practice, such as the United Kingdom in particular where two "licenses" for research cloning have been issued. The first is currently subject to a legal challenge on the basis that the cloning "license" is unlawful and unnecessary. It is due to be heard in the High Court shortly. Cloning opponents welcomed the UN's resolution and look forward to Member States fulfilling their international obligations. For more information contact:
Notes to Editors:
ZENIT - 21.02.05 Erzbischof Migliore zur UNO-Empfehlung gegen das Klonen von Menschen NEW YORK, 21. Februar 2005 (ZENIT.org).- Der Vatikan hat eine gewisse Genugtuung über die Entscheidung des Rechtsausschusses der UNO vom Freitagabend ausgedrückt, der einer Empfehlung zum Klon-Verbot zugestimmt hat. Die Deklaration wurde mit 71 zu 35 Stimmen angenommen. 43 Delegierte enthielten sich allerdings der Stimme. In der Erklärung wird gefordert, dass die jeweiligen Länder Gesetze erlassen sollten, durch die alle Formen des Klonens verboten würden, die "mit der menschlichen Würde und mit dem Schutz des menschlichen Lebens" nicht vereinbar seien. Erzbischof Celestino Migliore, ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, erklärte, dass sich die Kirche in der Debatte für einen “totalen Bann” ausgesprochen habe. Dank der Entwicklungen in der Medizin sehe sich die Kirche in ihrer Position bestätigt. Die Möglichkeiten des erfolgreichen Einsatzes von adulten Stammzellen würden immer größer. Den Gebrauch und die Vernichtung menschlicher Embryos könne die Kirche deshalb auch aus diesem Grund nicht tolerieren. Auch wenn die UNO-Empfehlung zum Klon-Verbot nicht obligatorisch sei, rufe sie dennoch alle Staaten dazu auf, "alle Klontechniken, die sich gegen die menschliche Würde und gegen den Schutz des Lebens richten, zu verbieten", sagte Erzbischof Migliore gegenüber "Radio Vatikan". Am Ende der "stürmischen Debatte" um den Deklarationstext "wurden drei Verbesserungsvorschläge eingebracht. Zwei von ihnen mit der Absicht, aus dem Text jeden Verweis auf den Schutz des menschlichen Lebens in Bezug auf Klontechniken zu entfernen", erklärte der Erzbischof. "Gerade die beharrliche Ablehnung dieser beiden Veränderungsvorschläge durch eine Mehrheit der Versammlung hat eine unmissverständliche Signalwirkung gehabt. Der Heilige Stuhl wäre aber natürlich glücklich gewesen über eine übereinstimmende und allgemeine Annahme des Textes, der auf den Schutz und die Würde des menschlichen Lebens verweist", fügte er hinzu. "Bereits das gesetzte und
durch die Abstimmung bestätigte Signal ist ermutigend", zeigte sich
der Erzbischof optimistisch. "Wir hoffen, dass ist der Ausgangspunkt, um
den Fortschritt der Wissenschaft der Medizin unaufhörlich zu fördern
und dabei stets Rücksicht auf das menschliche Leben zu nehmen."
|