| Bundestag
und Costa Rica für internationales Klonverbot
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| Markus Grübel, MdB
Pressemitteilung Berlin, 9. Februar 2005: Deutscher Bundestag und
Costa Rica für ein internationales Klonverbot
Der Bundestagsabgeordnete Markus Grübel (CDU) hat im Gespräch mit dem Staatspräsidenten von Costa Rica, Dr. Abel Pacheco de la Espriella, und dem Außenminister von Costa Rica, Roberto Tovar Faja, das gemeinsame Anliegen eines internationalen Klonverbotes angesprochen. Staatspräsident Dr. Pacheco de la Espriella und Außenminister Tovar Faja bekräftigten die Übereinstimmung zwischen Costa Rica und dem Deutschen Bundestag. Wörtlich erklärte Grübel: „Klonen ist ein wichtiges Thema, bei dem sich Costa Rica mit dem Entwurf einer UN-Konvention im internationalen Dialog Verdienste erworben hat. Beim Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken findet eine Weichenstellung zwischen ’unteilbarer Menschenwürde’ einerseits und einer ’abgestuften Menschenwürde’ andererseits statt: ’Unteilbare Menschenwürde’ gilt für jedes individuelle Mitglied der Spezies Mensch, bei einer ’abgestuften Menschenwürde’ wird willkürlich definiert, welche Mitglieder der Spezies Mensch schon oder noch den vollen Schutz der Menschenwürde genießen. Damit wäre Menschenwürde teilbar und ’portionierbar’. Gemeinsam mit Costa Rica stehen wir für eine unteilbare Menschenwürde. Die Rechtslage in Deutschland ist klar: Das deutsche Embryonenschutzgesetz verbietet jedes Klonen. Der Deutsche Bundestag und der Deutsche Bundesrat haben sich klar für ein vollständiges Verbot des Klonens auf UN-Ebene ausgesprochen. Costa Rica vertritt eine mit Bundestag und Bundesrat übereinstimmende Position. Dafür sind wird dankbar. Costa Rica leistet einen verdienstvollen Beitrag zur internationalen Verständigung über bioethische Regeln, die der unteilbaren Menschenwürde dienen. Auch wenn jetzt zunächst nur über eine Deklaration der UN gegen das Klonen verhandelt wird, ist das Thema einer rechtlich bindenden UN-Konvention gegen das Klonen nicht vom Tisch. Costa Rica verdient unsere Anerkennung und unsere Unterstützung. Wir ermutigen Sie, unbeirrt die gemeinsame Sache weiter zu betreiben." Grübel, der auch Mitglied der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages ist, besucht gegenwärtig mit einer Delegation des Deutschen Bundestages Mittelamerika. --
Rika Esser
Tel. 0 30 - 22 77 77 09
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