Löhr zu Abtreibungszahlen  -  Schweigemauer durchbrechen 

08.12.05

Schweigemauer durchbrechen
Weiter erschreckend hohe Abtreibungszahlen

Münster, 08.12.2005 – „Das Statistische Bundesamt errichtet mit seinen regelmäßigen Quartalsberichten gewissermaßen ein „verbales Mahnmal“ für die Opfer von Abtreibungen“, kommentiert die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, den letzten Bericht. „Ansonsten sind die Quartalsmeldungen leider wieder einmal ohne jedes positive Signal.“
 
Allein von Juli bis September 2005 wurden bundesweit 31.300 Abtreibungen statistisch erfaßt; davon 98 Prozent rechtswidrig aber straffrei nach Beratungsschein und zwei Prozent nach Indikationenstellung. Damit wird wohl auch in diesem Jahr wieder ein trauriger Rekord von über 130.000 Schwangerschaftsabbrüchen erreicht werden, so die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben.
 
Weiterhin ist davon auszugehen, daß die Zahlen viel höher liegen. Denn 80 Prozent der Abtreibungen erfolgen in gynäkologischen Arztpraxen, die zwar der Meldepflicht unterliegen, aber erfahrungsgemäß nicht kontrolliert werden. Auch fehle in der Statistik die sogenannte „Pille danach“, mit der oft eine Frühabtreibung in den ersten drei Tagen durchgeführt werde, kritisiert Löhr die nur relative Aussagekraft der Abtreibungszahlen.
 
„Es ist und bleibt unbegreiflich, warum auch in der neuen Regierung von einem von allen Seiten getragenen Konsens in dieser Thematik gesprochen werde, den es zu erhalten gelte.“ Die CDL-Bundesvorsitzende wies darauf hin, daß Prof. Renate Köcher, Allensbacher Institut, vor wenigen Tagen bei der Jubiläumsveranstaltung der CSU wörtlich formulierte: „Es ist eine Schande, daß der Schwangerschaftsabbruch völlig von der Agenda verschwunden ist.“ Mechthild Löhr resümiert dazu: „Die Gleichgültigkeit gegenüber den Ungeborenen und ihren verlorenen Lebenschancen muß dringend nachhaltig verändert werden, wenn alles Reden über die zentrale Bedeutung von Familienpolitik für die Kinder nicht zur unglaubwürdigen Farce werde soll.“
 
CDL ist eine Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU und Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL)